Noch wenige Tage – dann steigt die letzte große nationale Speedway-Entscheidung der Saison. Zum ersten Mal in der 35-jährigen Geschichte der Speedway-Bundesliga findet das große Finale am Freitag, 3. Oktober im brandenburgischen Wolfslake statt.
Die dort ansässigen Speedway- „Wölfe“ haben die Vorrunde der 1. Bundesliga gewonnen und sich damit erstmals das
Austragungsrecht des Bundesliga-Finals gegen die Teams aus Olching, Landshut und Diedenbergen gesichert.
Vor den Toren Berlins auf dem Eichenring in Oberkrämer-Wolfslake wollen die Gastgeber dann auch gleich auf Anhieb den Titel gewinnen und dem amtierenden Meister MSC Olching abjagen.
Die Bedeutung des Rennens wurde dadurch unterstrichen, dass der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, die Schirmherrschaft übernommen hat!
Wie beim Sieg des letzten Vorrundenrennens in Wolfslake starten die Einheimischen in Bestbesetzung: Europameister Sebastian Ulamek (Polen), Ex-GP-Fahrer Matej Ferjan (Ungarn) und die Polen-stämmigen Pavel Hlib sowie Marcin Sekula werden durch die Juniorenfahrer Robert
Baumann und Erik Pudel perfekt ergänzt.
Selten waren die vier Finalteams so ausgeglichen besetzt und auch der deutsche Rekordmeister AC Landshut steht den Wolfslakern kaum nach: Erstmals startet Christian Hefenbrock nach seiner Verletzungspause wieder für den ACL, dazu Weltklassefahrer Piotr Protasiewicz (Polen) und als Junior Super-Nachwuchstalent Richard Speiser.
Die zweite Ausländerposition war bei den Niederbayern zu Red.schluss noch offen. Der MSC Olching wurde in den letzten beiden Jahren regelmäßig unterschätzt und hat doch beide Male die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft gewonnen: Der deutsche Wild Card Pilot für den GP von Deutschland, Martin Smolinski als Kapitän der Münchener wird durch den Slowenen Matej Zagar, den Österreicher Manuel Hauzinger und den starken eigenen Nachwuchsdrifter Frank Facher
unterstützt.
Der hessische MSC Diedenbergen, bereits 10 Mal Deutscher Meister, bietet zumindest drei siegfähige Piloten auf: Neben Kapitän Thomas Stange die beiden polnischen Spitzenfahrer Piotr Swiderski und Tomasz Jedrzejak. Von der Papierform her sollte jede der vier Mannschaften
gewinnen können und sicherlich werden am Schluss nur wenige Punkte Unterschied über den Speedway-Bundesliga-Titel 2008 entscheiden.
Das Training und die Schülerrennen beginnen am Nationalfeiertag um 11.00 Uhr, das Startband zu den 28 entscheidenden Bundesliga-Finalrennen schnellt um 14 Uhr hoch.
Speedway-Bundesliga – FINALE 2008- 3. Oktober 2008- OBERKRÄMER-WOLFSLAKE Mannschaftsaufstellungen:
ST Wolfslake:
1 Marcin Sekula
2 Matej Ferjan (H)
3 Sebastian Ulamek (PL)
4 Pawel Hlib
U21 17 Robert Baumann
U19 18 Erik Pudel
MSC Olching:
5 Martin Smolinski
6 Matej Zagar (SLO)
7 Frank Facher
8 Manuel Hauzinger (A)
U21 19 Manfred Betz
U19 20 Chr. Rinkenburger
AC Landshut:
9 Christian Hefenbrock
10 Piotr Protasiewicz (PL)
11 N.N.
12 Stefan Kurz
U21 21 Richard Speiser
U19 22 Marcel Helfer
MSC Diedenbergen:
13 Thomas Stange
14 Piotr Swiderski (PL)
15 Ronny Weis
16 Tomasz Jedrzejak (PL)
U21 23 Denis Wienke
U19 24 René Deddens