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Last Updated: Nov 28th, 2010 - 10:22:29 |
Bei einer Trainingssession zum Finale der Deutschen Speedway-Einzelmeisterschaft am 12. September auf dem Holsteinring in Brokstedt, erlebte der amtierende Deutsche Langbahn-Meister und frischgebackene Langbahn-Team-Weltmeister Stephan Katt einen wahren Super-Gau.
„Ich hatte einen speziell für das Rennen in Brokstedt abgestimmten Motor im Test und es lief alles zunächst perfekt“. Katt hatte sich extra die Speedway-Bahn im Dänischen Vojens für Trainingszwecke ausgesucht um das perfekte Set-up für seinen Auftritt auf seiner Hausbahn zu finden.
„Beim Beschleunigen aus der ersten Kurve in der dritten Runde gab es einen Ruck und ich verspürte einen kapitalen Leistungsabfall“. Alle Bemühungen seines Techniker-Teams um Uwe Donath blieben erfolglos. „Das war ein klassischer Motorplatzer“, so Katt, der vor dem Finale am Sonntag nun ein echtes Problem hat, denn sein Tuner Matten Kröger hatte extra in dem getesten Motor neuartige Komponenten aus der Flugzeugtechnik verwendet. „Ich habe angesichts meines engen Terminkalenders keine Möglichkeit mehr für das Rennen in Brokstedt zu trainieren. Außerdem haben wir hier innerhalb einer Sekunde die Arbeit von mehreren Wochen versenkt“.
Jetzt gilt es für den „Catman“ und seine Mechaniker unter Hochdruck einen Motor zu kreieren, der den Anforderungen auf der 393-Meter-Bahn in Brokstedt optimal standhalten kann. „Das ist eine ganz schwierige Situation. Ich hätte natürlich vorher gern einen Praxistest durchgeführt“. Nun muss also in seiner Werkstatt in Neuwittenbek ein leistungsfähiges Aggregat am „grünen Tisch“ gezaubert werden, doch Tuner Kröger gibt sich zuversichtlich, hat er doch „Plan B“ förmlich aus dem Hut gezaubert. Katt zeigt sich angesichts des technischen Rückschlages indes gewohnt kämpferisch.
„Wir werden nun rund um die Uhr arbeiten damit wir am Sonntag die richtige Speedway-Maschine an den Start bringen“. Zur Generalprobe für das Rennen bleibt dem Neuwittenbeker, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt startet, nun also lediglich das fünfminütige Training im Rahmen des Finales am Sonntag. Aber auch hier strahlt Katt Zuversicht aus. „Wir werden sehen wie sich das alles entwickeln wird – ich vertraue dabei allerdings voll meinen Jungs, die sich jetzt ganz besonders ins Zeug legen werden!“
Der Trainingsbeginn am 12. September ist auf 9:45 Uhr festgesetzt ehe dann das Rennen um 14 Uhr auf dem Holsteinring gestartet wird.
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