|
Last Updated: Nov 28th, 2010 - 10:22:29 |
Es sollte ein weiterer Höhepunkt in der Karriere von Stephan Katt werden.
Der bis dahin amtierende Grasbahn-Europameister war mit einer guten Mischung aus Selbstvertrauen, Euphorie und Optimismus nach Frankreich gefahren, um in La Reole seinen Titel zu verteidigen. Zusammen mit seinem Teamkollegen aus der Speedway-Bundesliga-Mannschaft des MSC Brokstedt, Matthias Kröger, hatte sich der „Catman“ bereits am Donnerstag auf den Weg gen Süden gemacht.
„Die Vorbereitung lief optimal und ich war bestens auf das Rennen eingestellt“, so Stephan Katt, der am Ende ein Rennen erleben musste, wie er es zuvor noch nie kennen gelernt hatte. „Es ging im Prinzip alles kaputt was kaputt gehen konnte“.
Mit zwei Maschinen war der Neuwittenbeker auf die Reise gegangen doch sollten technische Kapriolen sämtliche Pläne für einen erneuten Titelgewinn verwerfen. „Stoßdämpfer, Zahnriemen und diverse andere Sachen stellten uns vor große Probleme.“ Bereits in den ersten Trainingsläufen tauchten immer wieder Defekte auf, so dass sich bereits der Freitag vor dem eigentlichen Rennen als ein reiner „Schraubertag“ entpuppen sollte. „Zwei platte Reifen – ich kann mich nicht an ein ähnliches Phänomen bei einem Rennen erinnern.
Zu allem Übel ging dann sogar noch unsere Luftpumpe kaputt“. Nach den Ausfällen verbuchte Katt letztlich nur einen Punkt und landete auf dem vorletzten Platz im Gesamtklassement. Ähnlich erging es dem zweiten Schleswig-Holsteiner im Starterfeld. Auch Kröger musste sich mit einer Fülle von technischen Problemen auseinandersetzen, deren Höhepunkt ein kapitaler Motorschaden war.
„Am Ende hatte ich einfach keine Motivation mehr und wäre am liebsten noch während des Rennens zurück nach Hause gereist.“ Noch in der Nacht mussten die beiden Piloten des MSC Brokstedt den beschwerlichen Weg ins niedersächsische Rastede antreten, stand doch bereits am nächsten Tag dort das Rennen auf dem Plan. „Wir haben das uns noch zur Verfügung stehende Material zusammengestellt und praktisch ein funktionstüchtiges Motorrad zusammengebaut“, so Stephan Katt der dann dort vor dem witterungsbedingten Abbruch immerhin acht Punkte aus drei Läufen einfahren konnte und letztlich den sechsten Rang vor Kröger (6 Punkte) in der Endabrechnung belegte.
Stephan Katts Fazit nach einem „schwarzen Wochenende“ für ihn und seinen Brokstedter Mannschaftskameraden Matthias Kröger fiel dann auch eher sparsam aus: „Irgendwie lag ein Fluch auf unserem gemeinsamen Wochenende“.
© Copyright Worldpeedway.com
Top of Page